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Wir laden herzlich ein zum Symposium „gemeinsam*gedenken. Intersektionale Gedenk- und Erinnerungsarbeit“ zu den Themen „Queering the Holocaust“ und zeitgemäße Erinnerungskultur.


Begrüßung: Bundeminister Martin Polaschek (angefragt)
Keynotes: Anna Hájková, Historikerin, University of Warwick (UK)
                   Eva Taxacher, Soziologin, Graz
                 Hans-Peter Weingand, Historiker, Graz
Moderation: Heidrun Primas
Konzept: Ruth Kathrin Lauppert-Scholz (Granatapfel Kulturvermittlung), Eva Taxacher, Edith Zitz (inspire)
Zeit: Mittwoch 8. Juni 2022, 14-18 Uhr
Einlass und Anmeldung ab 13:30 Uhr, Veranstaltungsbeginn 14:00 Uhr

Ort: Aula der Universität Graz, Hauptgebäude, Universitätsplatz 3, 8010 Graz

 

Programm:

13:30 Ankommen, Einlass, Anmeldung
14:00 Willkommensworte

Begrüßung: Videobotschaften von Bundesministerin Alma Zadić und Landesrat Christopher Drexler, Bundesminister Martin Polaschek, ehemals Rektor der Universität Graz (angefragt)
14:30 feld*stellen – gemeinsam*gedenken
14:45 inhaltliche Einführung: Ruth Kathrin Lauppert-Scholz, Eva Taxacher, Edith Zitz
15:00 Inputs von Eva Taxacher und Hans-Peter Weingand, Graz
15:30 Tischgespräche
- Pause und Bufffet -
16:45 Keynote, Anna Hájková, University of Warwick
17:15 Diskussion
17:45 Ausblick

 

Infos zur Veranstaltung 
Ausgehend von der Verfolgung von sexuellen Minderheiten im Nationalsozialismus wollen wir den Kontext erweitern und Möglichkeiten eines gemeinsamen Gedenkens erproben. Eine intersektionale Gedenk- und Erinnerungsarbeit hat das Anliegen, die häufige Einteilung in Verfolgungsgruppen zu überwinden und danach zu fragen, wie gemeinsames Erinnern aussehen könnte, ein Erinnern ohne Relativierung und Nivellierung („alle waren Opfer“), und ohne Opferhierarchie und -konkurrenz („wenn es für diese Gruppe ein Erinnerungszeichen gibt, was ist mit jener?“). Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede? Gemeinsam ist marginalisierten Opfergruppen die späte offizielle Anerkennung. Gemeinsam ist homosexuellen Frauen und Männern, dass der Straftatbestand Kontinuität hatte; so hatten auch Angehörige und Überlebende nach 1945 wenig Interesse ihre Erlebnisse öffentlich zu machen, da Homosexualität bis zur Strafrechtsreform 1971 sowie vor 1938 in Österreich strafbar war. Die Auseinandersetzung mit Erinnerungs- und Gedenkkultur auf verschiedenen Ebenen ist von größter Wichtigkeit für die Dialogfähigkeit in einer Demokratie und soll stärken in Zeiten der Krisen und der Kriege.
Im Rahmen der Veranstaltung möchten wir zusammen der Frage nachgehen, wie verschiedene Formen des gemeinsamen Gedenkens in der Praxis aussehen können.

 
Eine Veranstaltung von inspire in Kooperation mit der Koordinationsstelle für Geschlechterstudien & Gleichstellung, Universität Graz
 
Fördergeber*innen: Land Steiermark Kultur, Europa, Sport; ZukunftsFonds der Republik Österreich; Stadt Graz Frauen & Gleichstellung; Österreichische Gesellschaft für politische Bildung; Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung, Universität Graz
 

Einzelheiten

Anfang: 8. Juni 2022
14:00
Ende: 8. Juni 2022
18:00
inspire - Bildung und Beteiligung

Universität Graz, Universitätsplatz, Graz, Österreich

Universitätsplatz 3
8010 Graz Steiermark
Österreich

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